Fotos: Charging Tesla Crash, Sammy Baloji, Jean Katambayi Mukendi, Daddy Tshikaya in collaboration with Marjolijn Dijkman, 2019. Foto: Julien de Bock © Marjolijn Dijkman

ZERO WASTE – KUNST UND WISSEN

2022 / 2023

Urania Berlin

 

Die Reihe “Zero Waste – Kunst und Wissen” beschäftigt sich mit unterschiedlichen Facetten ökologischer Nachhaltigkeit und urbanem Zusammenleben von Pflanzen, Tieren und Menschen. Ob in ArchitekturMode, Kulinarik, Digitalisierung, Gärten oder kultureller Praxis - was sind die Herausforderungen einer auf die Zukunft gerichteten Ausgestaltung von Stadt? Können dabei künstlerische Perspektiven etwas verbildlichen, fühlbar und verstehbar machen, das uns reine Daten und Fakten nicht vermitteln können? Die jeweiligen Expert:innen stellen ihre Arbeit im Dialog vor, wobei im Laufe der Veranstaltung auch eine künstlerische Arbeit präsentiert und der Austausch mit dem Publikum gesucht wird. “Zero Waste – Kunst und Wissen” verknüpft Erfahrungen aus der Wissenschaft, der Kunst und der Nachhaltigkeitsbewegung, um einen Raum für innovative Diskussionen unabhängig von Disziplinen zu schaffen und gemeinsam ins Handeln zu kommen.

 

Kuratorinnen: Hannah Beck-Mannagetta und Lena Fließbach

 

 


Fotos: 1 © Selket Chlupka, 2 Robert Zhao, Courtesy of the Artist and ShanghART Gallery, Singapore, 3 Installationsansichten, Fotos: Nihad Nino Pušija

SILENT SPRING

25. März – 8. Juni 2022

Galerie im Körnerpark, Berlin

 

Die Erde trägt überall menschliche Spuren: schmelzende Gletscher, schwindende Artenvielfalt. Die Menschen formen nicht nur Landschaften, sondern schaffen auch künstliche Welten und Intelligenzen. Doch mit all ihrem Wissen können sie weder die Natur und ihre komplexen Regulationsmechanismen vollständig begreifen, noch die Zukunft kontrollieren oder voraussagen. Gemeinsam mit Gastkünstler:innen untersucht die Berliner Künstler:innengruppe pilote contemporary die Ambivalenz, durch die das Verhältnis der Menschen zu ihrer Umgebung geprägt ist. Einerseits verändern und zerstören sie die Welt, eignen sie sich an und greifen langfristig in natürliche Prozesse ein, andererseits offenbart sich ihre eigene Endlichkeit und Abhängigkeit. Der Titel „Silent Spring“ bezieht sich auf das 1962 erschienene Buch der Biologin Rachel Carson, das als einer der wichtigsten Auslöser der westlichen Umweltbewegung des 20. Jahrhunderts gilt. Die Ausstellung stellt die westliche Annahme von Mensch und Natur als zweier Entitäten infrage und rückt stattdessen die vielfältigen Verbindungen in den Fokus. Mutmaßliche Hierarchien werden hinterfragt, Ko-Existenzen beleuchtet und die Menschen als Teil größerer Prozesse positioniert.

 

Kuratorin: Lena Fließbach

 


ZERO WASTE

25. Juni 2020 – 8. November 2020

Museum der bildenden Künste (MdbK), Leipzig

 

Müll ist überall: als gigantischer Strudel im Pazifik, Feinstaub in der Luft und Mikroplastik in der Nahrungskette. Die Gruppenausstellung „Zero Waste“ zeigt internationale Positionen zeitgenössischer Kunst, die auf die Dringlichkeit verweisen, Ressourcen zu schonen, weniger zu konsumieren und nachhaltiger zu leben. In Installationen, Videos, Skulpturen und Fotografien untersuchen die beteiligten Künstler*innen globale Konsequenzen von Plastikverpackungen, Reifenabrieb, giftigen Chemikalien und Überproduktion. „Zero Waste“ wird realisiert vom Umweltbundesamt in Kooperation mit dem MdbK und kuratiert von Hannah Beck-Mannagetta und Lena Fließbach.

Erstmals wurden in einer groß angelegten Ausstellung ökologische und soziale Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Müllvermeidung nicht nur thematisch verhandelt, sondern auch in der Konzeption, Planung, Produktion und Durchführung der Ausstellung, des umfangreichen Rahmenprogramms und der Publikationsproduktion mitgedacht. Lösungsansätze wurden diskutiert, zu alternativen Handlungs-möglichkeiten angeregt und Visionen für die Zukunft entworfen. Mittels selbst auferlegter klimafreundlicher Regeln hinterfragte das Projekt auch den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen in der Kunstwelt sowie den CO2-Fußabdruck der Ausstellung selbst. So vermied „Zero Waste“ materialaufwendige Installationen, Transporte und Reisen über weite Distanzen für kurze Aufenthalte und kooperierte mit lokalen Akteuren. Der Erlös des zur Ausstellung erscheinenden Katalogs mit Installationsansichten fließt gänzlich in den Versuch von Andreas Greiner, die CO2-Produktion der Ausstellung zu berechnen und durch das Pflanzen entsprechend vieler Bäume zu kompensieren.

 

Kuratorinnen: Hannah Beck-Mannagetta & Lena Fließbach

 

Künstler:innen:

Irwan Ahmett & Tita Salina, Michel de Broin, Nadine Fecht, Vibha Galhotra, Tue Greenfort, Andreas Greiner, Swaantje Güntzel, Eliana Heredia, Bianca Kennedy & The Swan Collective, Wolf von Kries, Christoph Medicus, Klara Meinhardt, Alexander Oelofse, Kadija de Paula & Chico Togni, Dani Ploeger, Mika Rottenberg, Erik Sturm und Raul Walch.

 

Weitere Informationen

 



DENK- UND BESUCHERRAUM UND BEGLEITPROGRAMM für HELLO WORLD. REVISION EINER SAMMLUNG. HAMBURGER BAHNHOF - MUSEUM FÜR GEGENWART - BERLIN



aeiou

Alexander Klenz

 

Kuratorin: Lena Fliessbach

 

6. April - 6. Mai 2012

Galerie im Turm

 

74 Tage, 74 Zeichnungen. Alexander Klenz unternimmt mit seinen Arbeiten eine Vermessung des Alltags. Mit Aquarell, Graphit, Buntstift und Klebeband produziert der Künstler jeden Tag eine Zeichnung in einheitlichem Format. Seine abstrakten Arbeiten verarbeiten Erinnerungen an Gesehenes und Gegenständliches. Es entsteht ein visuelles Tagebuch. Aus geometrischen Formen, klaren Linien, wilden Schraffuren und aquarellierten Flächen entwickelt Alexander Klenz seine eigene Grammatik, die mit der Wahrnehmung des Betrachters spielt. Manche Arbeiten muten wie Modelle oder mathematische Versuchsanordnungen an, andere wirken wie Relikte aus einer vergangenen Zeit. Eine streng angelegte Legende mit vorgefertigten Feldern für Unterschrift, Datumstempel und Nummerierung dokumentiert Entstehungsort- und zeit. Kleine Botschaften wie „Schöne Grüße aus Berlin“ oder Farbtupfer in einem Legendenfeld verleihen den Zeichnungen Humor. Die Serie ist gleichzeitig das Konzept: Zeigt sich eine Tagesform des Künstlers in den Zeichnungen? Entstehen im Winter andere Arbeiten als im Frühling? 


© Jennifer Oellerich
© Jennifer Oellerich

blue-pencil works

Jennifer Oellerich

 

Kuratorin: Lena Fliessbach

 

13. Januar - 19. Februar 2012

Galerie im Turm

 

Ob Nieseln, Schauer, Dauerregen oder Wolkenbruch - Jennifer Oellerich sammelt und archiviert Regen, indem sie ihre Objekte und Bildträger dem Wetter aussetzt. Die Energie des Wassers hinterlässt Spuren auf Bitumenlack oder Tintenstrahldrucken, die an Kraterlandschaften und ferne Galaxien erinnern.
Die Übersetzung abstrakter physikalischer Phänomene in Metaphern und die Arbeit mit Regen als Material setzt Oellerich in ihrer „blue-pencil series“ fort. Das Wasser transformiert ihre Fotoskizzen, es entstehen Farbverläufe und Unschärfen. Licht und Wasser fungieren als „Zeichenstifte der Natur“. Aufbauend auf diesem Konzept sammelt die Künstlerin außerdem Wasserspuren auf Holz oder Wandflächen und präsentiert diese in Form von Reliefs oder Fotoarbeiten. Die Spuren des Alltäglichen erscheinen in neuem Licht.
Die Galerie im Turm zeigt einige neue Objekte der Künstlerin zum ersten Mal, darunter das Lichtobjekt “600 Tage zum Mond, 60 Sekunden zurück”, Tintenstrahldrucke und Regen auf Papier sowie eine Fotoserie.

 

 


Foto: Wim Wenders
Foto: Wim Wenders

Places, strange and quiet

Wim Wenders

15. April - 17. Mai 2011

Haunch of Venison, London

 

Ausstellungsorganisation, Projektkoordination: Haunch of Venison, Wenders Images (Laura Schmidt, Lena Fliessbach)

 


© Donata Wenders
© Donata Wenders

Contemplation

Donata Wenders

Galerie f5,6, München

27. Mai 2011 - 09. Juli 2011

Ausstellungsorganisation: Galerie f5,6, Wenders Images (Lena Fliessbach)